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Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
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Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Auf das falsche Pferd gesetzt

Endlich begreift auch der lso, dass die schöngeredete Integrative Schulung ein Flop ist. Aber anstatt Klartext zu reden und sich einzugestehen, dass man aufs falsche Pferd gesetzt hat, drischt man weiter die Phrasen von den dringend nötigen Ressourcen. Gemeint sind natürlich mehr finanzielle Mittel.

Dass aber, bei einer Rückkehr zu Klein- und Werkklassen enorme Summen gespart werden könnten, will niemand sehen oder man verdrängt es. Da vernehme ich von einem frustrierten Kollegen, der unter anderem wegen der Integrativen Schulung gekündigt hat, dass bei ihm zeitweise drei zusätzliche Lehrkräfte im Schulzimmer anwesend waren, welche einzelne SchülerInnen betreuten. Was ist das für ein Schule halten? Und was löst das für ein Gefühl bei den betroffenen Kindern aus, wenn sie merken, dass diese Zusatzlehrkräfte wegen ihnen im Schulzimmer sind und sie sich nicht am gleichen Stoff wie die übrigen KameradInnen beteiligen können? Man redete von Entstigmatisierung der Klein- und Werkklässler, aber was ist das? Genau so verhält es sich mit der Sek 1-Reform, wo bereits einzelne Stufen und auch Lernbetriebe über mangelndes Niveau der SchulabgängerInnen klagen. Oder, wie in einer der letzten Ausgabe der Schweiz am Sonntag publiziert, die ETH Lausanne, die bis 60% Repetenten oder Studienabbrecher im ersten Jahr beklagt und sie diese künftig in Vorbereitungskursen auf die Anforderungen der Uni vorbereiten müssen, da die Vorstufen ihren Job nicht machten oder eben nicht machen konnten.

Und genau so wird es mit dem unsäglichen Lehrplan 21 herauskommen. Einziger Lichtblick: Das Solothurner Volk kann im nächsten Frühjahr über dessen Einführung abstimmen. Ich hoffe aber diesmal, dass es den Flöten- und Schalmeienklängen der Bildungstheoretiker und der Mitte-links-Parteien diesmal nicht erliegt.

Leserbrief von Peter Nyffenegger, Wangen

Quelle AZ Solothurner Zeitung, Freitag, 18.11.2016