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Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
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Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Bagatellisierung des Wissens

Das Stimmvolk wollte eine Harmonisierung der Schulen in der Schweiz. Statt eines schlanken Rahmenlehrplans, der dieser Forderung gerecht geworden wäre, will nun die Erziehungsdirektorenkonferenz mit dem Lehrplan 21 ein völlig neues System einführen. Dies war nicht der Auftrag.

Die Harmonisierung bleibt aber auf der Strecke, denn über grundsätzliche Fragen, wie die der ersten Fremdsprache, konnte man sich nicht einigen.

Kernpunkt des Lehrplans 21 ist der Modebegriff „Kompetenzorientierung“. Das tönt sehr gut, wer möchte nicht kompetente Bürger, Arbeitnehmer u.s.w. Die einseitige Kompetenzorientierung und die Bagatellisierung des Wissens werden aber zu einem Qualitätsabbau in der Bildung führen. Denn die Teilprozesse Verstehen, Behalten, Abrufen (alle drei gehören zum Wissen) und Anwenden (Kompetenz) stehen als Faktoren für ein Lernergebnis in einem hoch interaktiven Verhältnis zueinander.

Die einseitige Kompetenzorientierung verhindert aber einen zusammenhängenden und kontinuierlichen Wissensaufbau der Schülerinnen und Schüler. Sie werden dazu erzogen, pseudokompetent über Dinge zu reflektieren und zu diskutieren, die sie in Wirklichkeit nicht kennen und nicht verstehen. Das entspricht exakt auch unserer auch unserer gesellschaftlichen Tendenz, wonach immer mehr Menschen und insbesondere auch Politiker „kompetent“ über Dinge sprechen, von denen sie in Wirklichkeit keine Ahnung haben. Eine solch inhaltslose Geschwätzkultur sollte aber nicht auch noch zur Basis unserer Lehrpläne werden.

Leserbrief von Irene Froelicher, Lommiswil

25.11.2016