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Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
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Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Der Lehrer ist nur noch der beobachtende Coach

Hier noch eine Erklärung, weshalb ich so gegen die pädagogischen Schulleitungen  und den Lehrplan 21 votiere:

Nach dem Lehrplan 21 ist die Lehrperson ja sowieso nur noch Couch der Schülerinnen und Schüler und sie müssen ja alles, was an Stoff zu vermitteln ist, in Selbstversuchen erarbeiten. Das heisst, der Lerncouch muss bloss die Kinder beobachten wie sie die Reihen, das Bruchrechnen und auch das Lesen oder das Binden des Klettverschlusses ihrer teuren Markenschuhe erfahrend lernen. Bei schönem Wetter kann er das draussen unter einem Schatten spendenden Baum tun. Wäre das nicht etwas für mich als Pensionär? Haben aber einzelne Schülerinnen und Schüler doch Fragen, müssen sie entweder die Eltern bemühen oder beim Lerncouch ein Ticket lösen, und er beantwortet dann die Frage nach etwa 3 Tagen. Das heisst, es bleibt ihm genug Zeit, die Antwort im Internet zu googeln. Das ist kein Witz oder eine Übertreibung, das ist bereits in einem Schulversuch im Kanton Zürich Tatsache. Wer`s nicht glaubt, der lese die letzte Ausgabe der Sonntagszeitung.

Somit braucht es ja überhaupt keine pädagogisch ausgebildeten Lehrkräfte mehr, man kann dafür auch Leute anstellen, die minimale Computer- und Interneterfahrungen mitbringen.

Wieso gegen diese Tendenzen nicht schon alle Eltern, Lehrpersonen und Wirtschaftsbosse Amok laufen, und wieso unser Lehrerverband, der LSO, dafür votiert, ist mir ein Rätsel.

Da redet man von der 4. industriellen Revolution, von den vernetzten, virtuellen, digitalisierten Produktionsabläufen und Dienstleistungen, aber wir züchten (bewusst?) Analphabetiker und rechenschwache Kinder heran, welche für diese Zukunft in keinster Art und Weise gewappnet sind.

Oder haben etwa die Alt-68, die Anhänger der Summerhillschulen, welche heute an den Schalthebeln der Erziehungsdepartemente und der Fachhochschulen für Pädagogik stehen, endlich gesiegt?

Peter Nyffenegger, Wangen

Leserbrief in der AZ/Solothurner Zeitung vom 9.6.2016