Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

KONTAKT:

Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
4600 Olten

Tel. 079 338 48 38
E-Mail: info@so-ohne-lp21.ch
Web: www.so-ohne-lp21.ch

SPENDEN:

Konto: Regiobank Solothurn
BC-Nr.: 8785
IBAN: CH16 0878 5045 9424 6214 5
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Gewerbe, FDP und Volksschule - beim Lehrplan 21 genau hinschauen

Zum Leserbrief von Marianne Meister

Es ist erfreulich, wenn das Gewerbe und die FDP sich um die Qualität der Schule sorgen. Leider tun sie das in Bezug auf die Sek I Reform knappe zehn Jahre zu spät. Denn damals haben nur zwei Parteien diese Reform bekämpft: SP und EVP. Obwohl man schon damals wissen konnte, wenn man denn wollte, dass das Zusammenstauchen der Sek auf drei Niveaus unweigerlich einen Qualitätsverlust mit sich bringen wird. Aber weder Gewerbe noch FDP haben genau hingeschaut.

Szenenwechsel: Heute geht es um den Lehrplan 21. Und was machen der von FDPlern präsidierte solothurnische Gewerbeverband und die Handelskammer? Wieder unterstützen sie eine Grossreform scheinbar ohne genau hinzuschauen. Das zumindest lässt ihr Medienmitteilung vom 23. Januar vermuten. In dieser Mitteilung stehen Dinge, die einem nur den Kopf schütteln lassen, wenn man den Lehrplan 21 auch nur ein bisschen kennt. Nur drei Beispiele.

Erstens: Man begrüsse die „Leistungsorientierung“ des Lehrplan 21. Da hat man sich wohl vom Modewort „Kompetenzorientierung“ täuschen lassen. Die konsequenteste Umsetzung der Kompetenzorientierung aber ist eine notenfreie Schule, meint zum Beispiel der Rektor der Pädagogischen Hochschule Bern, Martin Schäfer. Eine notenfreie Schule ist aber wohl kaum die Leistungsorientierung, von der das Gewerbe spricht, oder?

Zweitens: Das Gewerbe fordert eine „schlanke Umsetzung“ des Lehrplan 21. Wie ein 470 Seiten dicker Lehrplan schlank umgesetzt werden kann, bleibt wohl für immer das Geheimnis der Verfasser dieser Medienmitteilung.

Drittens: Wenn man sich denn schon Sorgen macht um das Niveau der Sek I, sollte man den Lehrplan 21 erst recht ablehnen. Denn dort werden auf der Sekundarschulstufe die geforderten Kompetenzen nivelliert, was einer Schwächung der dualen Bildung gleich kommt.

Damit sich dermaleinst im Jahre 2022 weder die FDP, noch der Gewerbeverband oder die Handelskammer noch mehr Sorgen machen müssen um die Qualität der Volksschule, bitte ich Sie inständig, beim Lehrplan 21 doch jetzt schon genau hinzuschauen und nicht aus politischen oder anderen Gründen wieder eine verfehlte Reform durchzuwinken.

René Steiner, Kantonsrat und Co-Präsident EVP Solothurn