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Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
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Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Brief Nr. 5 an die Wirtschaft

Der Lehrplan 21 fördert die Bürokratie und schadet dem Werkplatz Schweiz

Geschätzte Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertreter

Die Handelskammer schreibt in ihrer letzten Medienmitteilung zum Lehrplan 21 folgendes:

„Auch darf der Lehrplan 21 nicht zu einer zusätzlichen bürokratischen Belastung der Lehrkräfte sowie zu einem allgemein steigenden Administrationsaufwand bei den Schulen und deren Leitungen führen.“

Das ist in etwa dasselbe wenn man sagt: Das neue Energiegesetz darf nicht zur Abschaltung der KKWs führen! Mehr bürokratischer Aufwand wird mit dem Lehrplan 21 ganz sicher kommen. Warum?

  1. Der Lehrplan 21 ist für den Unterricht viel zu abstrakt. Um ihn für den Unterricht überhaupt brauchbar zu machen, gibt es für die Lehrpersonen viel Arbeit. Dieses Eingeständnis macht auch das Solothurner Amt für Volksschulen
    „Viele Kompetenzbeschreibungen aus dem Lehrplan 21 (und aus Kompetenzrastern) sind im Unterricht nicht direkt umsetzbar. Die Kompetenzen beschreiben auf einer relativ hohen Abstraktionsstufe, was Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschule können sollen. Sie müssen deshalb für den Unterricht konkretisiert und gebündelt werden.“ ("Kompetenzorientiert fördern und beurteilen", VSA, 2016, S. 11).
  2. Fachleute sind sich einig: „Notengebung und Kompetenzorientierung sind ein Widerspruch.“ (>> https://blog.phzh.ch/akzente/2014/11/25/notengebung-und-kompetenzorientierung-sind-ein-widerspruch). Stattdessen müssen Lehrpersonen für jeden Schüler anhand von aufwändigen Kompetenzrastern eine Beurteilung erstellen. Und weil die Jahresziele abgeschafft werden, müssen Lehrpersonen bei der Übergabe einer Klasse für jeden Schüler sichtbar machen, wo er in welcher Kompetenz steht! Mehr bürokratische Belastung und administrativer Aufwand und damit mehr Kosten ohne Wertschöpfung werden mit dem Lehrplan 21 so sicher sein, wie das Amen in der Kirche!

Auch sonst trägt der Lehrplan 21 zentralistische und planwirtschaftliche Züge. Noch 2011 hiess es, der Lehrplan 21 werde „wenige konkrete und überprüfbare Ziele“ beinhalten (Gemeinsamen Erklärung des EVD, des EDI und der EDK vom 30. Mai 2011). Und nun haben wir einen Lehrplan mit mehr als 400 Seiten und Tausenden von „Kompetenzen.“ Rudolf Walser (Avenir Suisse) meint dazu: „Dies hängt sicher damit zusammen, dass  die Entscheidungsprozesse in der Bildungsbürokratie um die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)  nicht einfach zu durchblicken sind.“ (>> http://www.avenir-suisse.ch/32155/wie-ist-der-lehrplan-21-eigentlich-entstanden/) Der harmonisierte Lehrplan in der Romandie ist ein schlanker Rahmenlehrplan. Warum ging das in der Deutschschweiz nicht auch so?

 

Frühfranzösisch Desaster als Beispiel, warum der Lehrplan 21 der Performance der Schüler schadet

Das Frühfranzösisch Lehrmittel „Mille feuilles“ enthält den gleichen Grundsatzirrtum, wie der Lehrplan 21. Anstatt dass Schülerinnen und Schüler (SuS) zuerst die Grundlagen erlernen und üben, werden sie mit Texten/ Aufgaben konfrontiert, zu denen sie die Grundfähigkeiten gar noch nicht haben. Das überfordert den grössten Teil der SuS. Im Kanton Baselstadt hat nun die Erziehungsdirektion den Eltern einen Brief geschrieben. Weil diese Didaktik zu wenig greift, sollen Schüler nun zu Hause gefördert werden! (>> http://bazonline.ch/basel/stadt/jetzt-muessen-die-eltern-ran/story/13716299

 

Der Lehrplan 21 ist wirtschaftsfeindlich!

Marco Salvi, (Avenir Suisse, Ökonom ETH) stellt fest, dass Konsum und Wohlstand im Lehrplan 21 mehrheitlich negativ gewertet werden (>> http://www.avenir-suisse.ch/32857/lehrplan-21-konsum-als-sunde/). Und „Fortschritt“ ist laut Lehrplan 21 genauso problematisch wie Krieg, Ausbeutung und Sexismus:

„Schülerinnen und Schüler können Informationen zu ethisch problematischen Situationen erschliessen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation erwägen (z.B. Krieg, Ausbeutung, Sexismus, Fortschritt). (Aus dem Lehrplan 21 für Drittklässler!) (Lehrplan 21, NMG.11.4.c)

Dieser Lehrplan ist ein Kuckucksei aus der linken Küche!

 

Der Lehrplan 21 wird der Schule und der Wirtschaft schaden. Wir bitten Sie darum am 21. Mai JA zu stimmen zu unserer Initiative: „JA zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21“.

Sie können uns unterstützen, indem sie in ihrem Umfeld auf die Wirtschaftsfeindlichkeit dieses Lehrplans aufmerksam machen. Oder auch mit finanzieller Unterstützung für unsere Kampagne. Konto: Regiobank Solothurn, BC Nr. 8785, IBAN CH16 0878 5045 9424 6214 5

Selbstverständlich kann der Brief an andere interessierte Personen weiter geleitet werden. Wenn Sie in Zukunft keine Post mehr von uns erhalten möchten, dann bitte lassen Sie es uns wissen!

Mit herzlichen Grüssen
Überparteiliches Komitee „Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21“