Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

KONTAKT:

Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
4600 Olten

Tel. 079 338 48 38
E-Mail: info@so-ohne-lp21.ch
Web: www.so-ohne-lp21.ch

SPENDEN:

Konto: Regiobank Solothurn
BC-Nr.: 8785
IBAN: CH16 0878 5045 9424 6214 5
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Mit 12 Jahren Erwachsen

der Lehrplan 21 verlangt von unseren Jugendlichen eine hohe Eigenverantwortung. Genau von jenen also, die ans Erwachsen sein herangeführt werden sollen. Selbstdisziplin und Eigenverantwortung sind Eigenschaften die in diesem Prozess erworben werden sollten, es kann nicht erwartet werden, dass diese bereits mitgebracht werden. Mit dem LP 21 würde der klassische Frontalunterricht abgeschafft, die Lehrer geben als «Coach» nur noch ab und zu kurze Inputs, den Rest des Stoffes sollen sich die Schüler in Gruppen mit dem iPad selber beibringen. Wer eine Frage hat, muss einen Termin abmachen. Kompetenzorientierter Unterricht macht in der Berufsausbildung durchaus Sinn; in der Volksschule, mit den Gewicht auf den Bildungsgrundlagen, ist eine Überforderung die Folge. Ein verbessertes Niveau der Grundausbildung mit dieser Art des Unterrichts, ist auf Stufe Volksschule nicht gegeben.

Noch fragwürdiger und gleichzeitig demokratiefeindlich ist, dass die EDK den LP21 an allen demokratischen Hürden vorbeigeschmuggelt hat.

Dass mit dem LP21 eine landesweite Harmonisierung des Schulwesens wie vom Volk 2006 gewünscht, erreicht wird, stimmt nicht. Die Vergleichbarkeit von Lernzielen ist kaum gewährleistet, wenn sie neu auf drei Jahren, statt wie bisher auf ein Jahr verteilt würden. Eine einheitliche Fremdsprachenregelung ist nicht gewährleistet. Von einer nationalen Angleichung der Schulsysteme sind wir meilenweit entfernt.

Leserbrief von Philippe Ebener, Vorstand der Kreisschule Thal

6. Juli 2016 /AZ Solothurner Zeitung