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Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
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Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Muss wirklich alles umgekrempelt sein?

Am 21. Mai 2017 legen wir an der Urne mit unserem Votum zur Volksinitiative "Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21" den Fahrplan für die nächsten Schülergenerationen fest. Diese wiederum sind die Zukunft unserer Gesellschaft.

Der ursprüngliche zur Vernehmlassung gelangte Lehrplan umfasste ca. 550 Seiten mit über 4000 Kompetenzen, die die Schüler zum Ende der Volksschule können sollten.  

2013 hatte ich dieses Machwerk durchgearbeitet und eine Stellungnahme abgegeben.

Die revidierte Version ist nur um ca. 10 % „abgespeckt“ worden, basiert jedoch immer noch auf unzähligen sogenannten Kompetenzen. Wobei, wenn man sich diese einmal näher betrachtet, kann man sich fragen, wessen „Geistes Kind“ dahintersteckt. Für mein Verständnis ist vieles nur als pädagogischer Slogan ohne für Lehrpersonen brauchbare Konturen zu verstehen.

Ich frage mich, wie viele der Befürworter dieses Machwerk überhaupt selbst durchgearbeitet haben.

Der individualisierende Unterricht mit selbstorganisiertem Lernen wird als die Zukunft propagiert. Es wird zur Glaubensfrage ob diese Art zu lernen kindgerecht ist. Auch die Lehrperson bleibt nicht zentral und könnte zum Lernbegleiter verkommen.  Ob dies in der Praxis  umgesetzt und wie der Lehrperson eine gewisse Methodenfreiheit weiterhin zugestanden werden kann wird sich erst nach der Einführung so richtig manifestieren.

Die Frage sei erlaubt, ob ein an und für sich gut funktionierendes Bildungssystem ohne wirkliche Not umgekrempelt werden muss, nur damit man sogenannt modern ist und auf der Kompetenz-Welle mitreitet?

Ich bin der Überzeugung, dass dies nicht notwendig ist und werde im Mai klar ein JA zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21 einlegen.

Eduard Winistörfer , Winistorf
03.04.2017